Arfte möt Speck
Von Franz Nèe
Witte Arfte, weck gekoakt
ook hibsch fettig afgemoakt -
nich to dönn, e bößke schmoltig,
god gewörzt, doch nich to soltig,
Schuppenöß, hibsch dick on ploastrig,
on e Spörgel brun on knoastrig,
opgekläwt e grote Hams -
ei dat schmeckt, so Arftepams!
Graue Arfte, blank beschmirgelt,
graue Arfte, seet on sur,
schmeckt däm Städtsche wie dem Bur.
Öß'r hungrig, afgerackert,
he haut rön, dat alles schlackert.
Ättst du gierig, ohne Moaß,
von dem fette Arftefroaß,
on geihst danze hinderher,
kömmt di leicht wat önne quer.
On bi dienem Ameseere
kann di leicht wo dat passeere.
Quelle:"Das Hausbuch des ostpreußischen Humors",
herausgegeben von Marion Lindt und Otto Dikreiter, erschienen 1977 im Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH,
Reinbek bei Hamburg
zum Gedichtverzeichnis
|