Glaske Beer
Von Franz Nèe
Glaske Beer - hibsch schuhmig,
röchtig voll on fluhmig,
frösch vom Faß - nich möffig,
tempereert on söffig,
an Prozente nich to arm,
nich to koolt on nich to warm:
dat's e Laobsaol farre Seel;
weetst - so Beerke schmeckt wie Eel!
Läscht dem Därscht on göwt ook Lost,
schmeckt wie vonne Mutterbrost.
Niegebore kannst die feele,
kömmst biem Beer du ön't Krakeele,
häst die röchtig vollgesaoge -
wie von Engelkes gedraoge
on von änne hibsch bewacht,
schläppst du dorch de ganze Nacht.
Böst dem andre Dag so munter
wie däm Bur sien jähr'ge Kunter.
Quelle:"Das Hausbuch des ostpreußischen Humors",
herausgegeben von Marion Lindt und Otto Dikreiter,
erschienen 1977 im Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH,
Reinbek bei Hamburg
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