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Gedichte
in käslauisch Platt
 

Jette aus Lasdehnen

Von Richard Sommerey

Wie eck so dorch de Stroaße goah.
Herrjeh noch mal, wäm seh eck doa?
De Jette ut Lasdähne.

Eck stier se an - denk, ös se dat,
On räd to ähr nu gleich op Platt:
"Dag, Jette ut Lasdähne!

Wo kömmst du her, ob goot di geiht
On dinem Mann, dem Grigoleit,
Leew Jette ut Lasdähne!"

"Mein Name ist wohl Grigoleit
Doch Sie, mein Herr, gehn viel zu weit
Mit Jette aus Lasdehnen!

Wo kommt denn diese Sprache her?
Die klingt mir viel zu ordinär",
Meent Jette aus Lasdehnen.

"Von der Sprach konnt ich nuscht verstehn.
Und nun, mein Herr, Auf Wiedersehn."
Sächt Jette ut Lasdehnen.

Sie ging --- on eck stund doa bedammelt,
Eck hew nich moal Adjee gestammelt
To Jette ut Lasdähne.

Eck simelere her on hen:
Dat mott se doch gewäse sen,
De Jette ut Lasdähne.

On dänn ging mie een Lichtke an,
Wat dat doch wöll bediede kann
Met Jette ut Lasdähne.

Se schämd sich ährer Muttersproak,
Drom rennt se wech so wie nich klook,
Ons Jette ut Lassdähne.

On gloowt mie, se ös nich alleen,
En Dietschland göwt noch mehr to sehn,
Soch Jettes ut Lasdähne.

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