E Glick
Von Friedrich Erich Petukat
De Luft is hell und spiegelklar,
und's Sonnche plinkert durche Scheiben;
Vorm Scheinentor e Entenpaar
tut sich im Dreck de Zeit vertreiben.
De Asterchens sind doll am Bliehn
und auch manch andres noch scheen grien.
De Hienerchens im Hiehnerstall, -
man hält das manchmal kaum fier meeglich-
die legen noch fast ieberall
bei diese Zeit und noch fast täglich.
Mein Herz wird weich wie Glums mit Schmand,
wie da von nuscht wird allerhand.
Bloß booßen kann es einem doll,
wenn grads in die Septemberwochen
de Sonn sich, wenn se scheinen soll,
verzieht wie inne Ritz verstochen.
Und denn - ja denn, denn schuchert mich;
e Glick, e Ostpreiß zittert nich!
Quelle: Friedrich-Erich Petukat: "Erika"
Ein ernst-heiteres und ostpreußisches Vortragsbuch;
Verlag Petukat-Berg, Flensburg"
zum Gedichtverzeichnis
|