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Gedichte
in missingsch
 

So schabbern wir

Von Dr. Alfred Lau

Wer in unserm Schabbergarten
Jetz wie ich mal weden geht,
Sieht, daß ieberall e trautstes,
Halbvergess'nes Wortche steht.

Nirgends auf die weite Erde
Is wie hier bei uns so scheen,
Wo gemietlich wir plachandern
Und zu Haus auf Schlorren gehn.

Wo das Haar sich wird verruschelt,
Und der Lorbaß was bereißt,
Wo kriejulen de Marjellens,
Und das Hundche Schudel heißt.

Wo Stachlinskis munter schwimmen,
Und wenn's regnet, pladdert's oft,
Wo im Diestern trampelt mancher
Auf em Grumpel unverhofft!

Rein wie dammlich is der Schossel,
Wo am Plaaster sich vergraut
Oder mittem Dubbas maddert
Und dem Schäckert sich besaut.

De Fladrusch wird frisch geforben,
Unterwegens pust der Wind,
Bauchstick gibt es zu Kleinmittag
Und e Kornus hintre Bind.

Mancher Gnoss is molsch und missrig,
Mancher Dittche wird bedrickt,
Schlunz wird auße Schiew
Wer viel Zeit hat, steht und kickt.

Scheeskers bammeln, Dielen knaastern,
Stippels stehen aufe Bank,
Soll der Grog dir scheen benschnurgeln
Dirf man wenig Wasser mang.

De Kastroll is oft verrostert,
Wuien tut, wem reißt der Zahn,
E Kaluttche trägt der Opa,
Wer gestriezt hat, kommt im Kahn.

Scheeskeruckser is der eine,
Wo sich nich zu mucksen deert,
Ganz karäsig is der andre,
Wo im zunen Wagen fährt.

Keilchen, Marzepan und Flundern
Scheffelweis es bei uns gibt,
Eiche socken durche Gegend,
Und der Bemstein is beliebt.

Deshalb kommt mal rauf im Sommer,
Herzlich laden wir eich ein,
Fleck zu essen, Grog zu schlubbern
Und mit uns vergniegt zu sein.

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