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Gedichte
in missingsch
 

So schabbern wir - Neue Folge

Von Dr. Alfred Lau

Wer in unserm Schabbergarten
Jetz wie ich mal weden geht,
Sieht, daß ieberall e trautstes,
Halbvergess'nes Wortche steht.
Wo e Passlack nält und loddert,
Wo de Oma Spulchen spult,
Wo der Glumskopp sagt: "Au golle!"
Und am Krepsch der Pracher pult.

Dwatsch und wischig wird de Muttche,
Wenn das Huhn all Weihnacht kluckt,
Wenn der Pierack is verpraasselt
Und im Sock e Pruddel huckt.
Wenn der Gnoss am Essen gnaschelt,
Nicksch und mäklig, kriegt er, rietz,
Einem fiere Freß getachtelt,
Und im Knösel kocht der Giez.

Wie e Keichel nachem Schnodder
Mancher Jung nach Kruschkes gielt,
Wer als Gniefke is geboren,
Gieprig mang e Dittchens wiehlt.
Der Wenktiener porrt und pranzelt,
Muschkebad steht im Rogal,
"Los, Musik!" so brillt der Prickel,
"Oder sonst - öck schiet öm Soall"

Aufem Kumst kommt kein Kaneel rauf,
Wer Stachlinskis angeln geht,
Wirgt dem Pieratz aufem Haken. ..
Inne Hotz, es is all spät!"
Gnietsche Pleester viel kadreiern,
Alte Kerdels kölstern oft,
Und im Diestern trampelt mancher
Aufem Grumpel unverhofft.

Kasels sind mit Dreck beoselt,
Wer e Dulks kriegt, macht pardautz,
Wem noch untre Zudeck hubbert,
Brauch e Maitrank inne Plautz.
Mancher Lauks hat prebsch und kiewig
E Rapetschke inne Fupp,
Kaffee giebt nich, sondern heechstens
Plurr, Pischull und Schlorrensupp.

Jedes Wortche macht dich glicklich
Und ramort dir untre West,
Wie der Adebar de Poggen
Grabsch ihm raus und halt ihm fest.
Denn ob päsern oder brisseln,
Ob Pareezke, ob Figglien,
Mit Schmelecksche, rösch und Kodder
De Gedanken heimwärts ziehn.- -

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