August Knubblichkeit steiht als Zeij vor Jericht. E poar andre hebbe söck jedasselt, un he sull nu vernoahme ware, damet datt se rutkräje, wer de Schuld häfft. Der Richter säjjt nu to emm, er sull vertelle, wat er jesehne hefft. "Joa, - säjjt er - wie öck to Hus kähm, vertellt mi- - - - "Halt, - seggt de Richter - wir wollen wissen, was Sie gesehen haben und nicht was andere Ihnen erzählt haben, oder was Sie gehört haben." Oawer de Auguft hadd nuscht nich jesähne, he hadd man bloßich; jehert. Darauf säjjt de Richter to emm: "Zeuge, Sie können nach Hause gehen. Hier vor Gericht gilt in dieser Angelegenheit nur das, was gesehen worden ist. Was gehört worden ist, gilt nicht." Daräwer boßt söck nu uns August mächtig. Wie he söck umdrellt, blubbert er: "Oahl Dammelskopp." "Halt", - säjjt de Richter, - "was sagten Sie da eben?" "Hebbe Se watt jesähne?" fragt der August. "Nein, aber gehört", säjjt de Richter. "Na, denn häbbe Se hier nuscht nich to melde", - meint de August, - "Hier vor Jericht gilt man bloßich datt, wat Se jesähne häbbe on nich datt, watt Se hähre." Drellt söck um un jeiht rut.
Aus: "Aecht Ostpreißisch"